Sportwetten online

Sportwetten das Business boomt

Obwohl der Wettbetrug im Fußball in letzter Zeit für unangenehme Schlagzeilen sorgt, erfreuen sich Sportwetten in Deutschland wachsender Beliebtheit. Der deutsche Sportwetten Markt ist in Bewegung. Das bereits jetzt nur noch eingeschränkt geltende Monopol staatlicher Sportwetten, könnte fallen oder mit einer neuen rechtlichen Grundlage gefestigt werden. Staatliche und private Anbieter kämpfen heute hart um ihre Marktanteile. Immerhin schätzt die Landesbank Rheinland Pfalz in einem Artikels der FAZ, dass der Sportwettenmarkt bis zum Jahr 2009 auf fünf Milliarden Euro anwächst.

Auf die Landesbank Rheinland Pfalz beruft sich auch die Börsenzeitung und veröffentlicht einen eigenen Artikel zum Thema Sportwetten. Darin wird den privaten Sportwettbetreibern bereits heute eine bedeutende Stellung auf dem deutschen Markt für Sportwetten eingeräumt. Private Anbieter hätten bereits im Jahr 2004, einen Marktanteil von insgesamt rund 74% besessen. Und ganz klein und unbedeutend ist der Sportwetten Markt auch in Deutschland längst nicht mehr. Laut Angaben des Kölner Instituts Sport und Markt, zeigen in Deutschland 10,4 Millionen Menschen Interesse für Sportwetten.

Sieben Millionen wetten zurzeit aktiv über das Internet bei privaten Anbietern wie Bwin, Starbet oder Bluevex. Der Anteil von Sportwetten am weltweiten Markt für Online Wettspiele, beträgt nach Angaben auf den Internetseiten des Sportwetten-Experten und Unternehmensberaters Jens H. Leinert in etwa 35 Prozent. Zwar, so Leinert weiter, wurden im Jahr 2004 die meisten Wetteinnahmen noch immer offline erzielt, aber immerhin 2% oder 8 Milliarden Euro kamen aus Onlinewettspielen.

In den vergangenen Jahren entwickelten sich die unterschiedlichen Anbieter für Sportwetten unterschiedlich gut. Die Bruttowetteinnahme beim privaten Anbieter Bwin war 2004 beispielsweise fast dreimal so hoch wie im Vorjahr. Die Gewinne der Anbieter Bet-at-home und Sportwetten.de stagnierten dagegen. Der staatliche Anbieter Oddset hat gar sinkende Einnahmen zu verzeichnen. Laut Infografik in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. März 2006, sank der Umsatz bei Oddset von 540 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 430 Millionen im Jahr 2005.

Dem Sportwettfreund mag das egal sein, allerdings ist Oddset als staatlicher Anbieter verpflichtet, einen Teil seiner Einnahmen auch für gemeinnützige Zwecke abzugeben. Die Pflichtabgabe für den guten Zweck, beträgt je nach Bundesland zwischen 15% und 20%. Die Bundesländer bekommen zusätzlich 16,66% aus den Einnahmen des staatlichen Sportwettbetreibers als Lotteriesteuer. Sinkende Einnahmen von Oddset, könnten daher die Finanzierung von gesellschaftlichen Bereichen wie den Breitensport erschweren.

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